Logbücher als Instrument zur Förderung des selbstregulierten Lernens
DOI:
https://doi.org/10.58652/spe.2025.5.p85-103Schlagworte:
Logbuch/Lerntagebuch, selbstreguliertes Lernen, qualitative Inhaltsanalyse, Lernbegleitung, UniversitätsschuleAbstract
Der vorliegende Beitrag untersucht explorativ, wie Schü-ler:innen der Universitätsschule Dresden das Logbuch als Instrument zur Planung und Durchführung ihres Lernens nutzen. Auf Grundlage einer längsschnittlich an-gelegten qualitativen Inhaltsanalyse wurden Logbucheinträge über drei Schuljahre hinweg ausgewertet, um Einblicke in individuelle Entwicklungsverläufe selbstre-gulativer Lernprozesse zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen drei unterschiedliche Muster der Logbuchnutzung: ein zunehmend ausdifferenziertes und kohärentes Nutzungsprofil, ein kontinuierlich stabiles und moderat erweitertes Vorgehen so-wie ein episodisches, situativ schwankendes Muster. Diese Unterschiede beziehen sich vor allem auf die präaktionale Planung und die aktionale Bearbeitung von Lernbausteinen und verweisen auf unterschiedliche Wege der Aneignung selbstre-gulativer Strategien. Die Analyse erfolgte bewusst explorativ und konnte nicht alle SRL-Phasen gleichermaßen berücksichtigen; insbesondere die Reflexionsphase blieb unberücksichtigt. Dennoch macht die Studie sichtbar, wie Lernende im schu-lischen Alltag individuelle Formen der Zielsetzung und Prozesssteuerung entwi-ckeln und wie Logbücher als diagnostisches Werkzeug zur Unterstützung solcher Entwicklungsprozesse genutzt werden können. Die längsschnittliche Perspektive bietet dabei wertvolle Hinweise für die Ausgestaltung von Lernbegleitung und Schulentwicklung in offenen, selbststeuerungsorientierten Lernsettings.
Downloads
Veröffentlicht
Zitationsvorschlag
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2025 Anke Langner

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.